Aktuelles

Neuer Vermerk der Beobachtungsstelle für die wirtschaftliche Ermächtigung von Frauen

  • Mäzenatentum und Partnerschaften

Während heute fast jede zweite Ehe in einer Trennung endet, wie kann man sich mit der Tatsache zufrieden geben, dass 20 % der Frauen und sogar 34 % der Frauen mit Kindern bei der Scheidung in die Armut abrutschen?

Wie kann man zulassen, dass Unterhaltszahlungen - wenn sie überhaupt geleistet werden - unendlich viel niedriger sind als der Betrag, der geschätzt wird, um die Bedürfnisse des Kindes zu befriedigen? Dass Ausgleichszahlungen auf einer Berechnungsmethode beruhen, die Frauen benachteiligt?

Es ist jedoch genau dieses ungerechte System, das gedeiht und fortbesteht und zur Verarmung von Frauen beiträgt, die sich für eine Trennung entscheiden oder diese erleiden.

Dies zeigen Hélène Gherbi und Lucile Peytavin in der neuen Mitteilung des Observatoriums für die wirtschaftliche Emanzipation der Frauen, das von der Fondation des Femmes und dem Crédit Municipal de Paris ins Leben gerufen wurde.

In "The Cost of Divorce" (Die Kosten der Scheidung) beschreiben sie die zahlreichen Mechanismen, die dazu führen, dass Frauen während und nach der Ehe wirtschaftlich geschwächt werden. Sie decken alarmierende Zahlen auf, die Millionen von Frauen betreffen.

Sie erinnern uns damit daran, dass man die Herausforderungen der Prekarität nicht angehen kann, ohne sich mit den Auswirkungen von Partnerschaft, Ehe und Trennung zu befassen, die Frauen entgegen hartnäckiger Vorurteile sehr teuer zu stehen kommen.

In der Mitteilung werden auch konkrete Maßnahmen vorgeschlagen, um diese Ungleichheiten abzubauen. Denn obwohl es viel zu tun gibt, mangelt es nicht an Lösungen. Und sie können nicht länger in der öffentlichen Debatte ignoriert werden.